Fällt viel Schnee, freuen sich meist Gross und Klein darüber. Die weisse Pracht kann aber zum Problem werden: Einerseits auf Strassen, andererseits bei Dächern, auf denen die Schneemengen gerne ins Rutschen geraten und als Dachlawine zu Boden donnern oder wenn liegen bleibend zu Lastschäden führen können.
Schneestopper und Schneeauffanggitter zum Schutz vor Dachlawinen
Zu den wichtigsten Schutzmassnahmen gehört die Anbringung von Schneestoppern, Schneeauffanggittern oder Schneefangrohren auf den Gebäudedächern. Bei grosser Gefahr sollten Eigentümerinnen und Eigentümer ausserdem die Räumung des Daches veranlassen und den Bereich darunter vorsorglich absperren.
Schutz vor Dachlawinen bei Photovoltaikanlagen
Eine zusätzliche Herausforderungbei der Vermeidung von Dachlawinen sind Photovoltaikanlagen, denn die einzelnen Module bieten dem Schnee wenig halt. Speziell entwickelte Schneestopper verhindern hier nicht nur den Abgang von Dachlawinen, sondern sorgen gleichzeitig für ein sicheres und gleichmässiges Abtauen. So wird eine punktuelle Überlastung auf Solardächern vermieden.
Eigentümer ist für die Sicherheit verantwortlich
In der Schweiz und in Liechtenstein haften grundsätzlich Eigentümer:innen eines Gebäudes für Schäden, die durch herabstürzende Schneemassen oder Eiszapfen vom Dach verursacht werden. Dies gilt für Schäden, die durch mangelhaften Unterhalt oder ungenügender Sicherung entstehen. Dazu gehört auch das Unterlassen rechtzeitiger Schneeräumung oder das Fehlen geeigneter Schneefangsysteme.
Um ein Unglück zu vermeiden, sind aber auch Fussgänger:innen und Autofahrer:innen gefordert, selbstverantwortlich zu handeln. Die Haftung der Gebäudeeigentümer:innen kann bei offensichtlichen Risiken durch Mitverschulden der Geschädigten gemindert werden.
Schneelastschäden an Gebäuden vermeiden
Wenn Schnee in grosser Menge fällt oder durch Windverfrachtungen an einem Ort aufgetürmt wird, kann die hohe Schneelast auf Dächern zu einer Gefahr für Menschen, Gebäude und Sachwerte werden. Das Gewicht der Schneemassen unterscheidet sich dabei stark durch die Beschaffenheit der weissen Pracht. Während trockener Neuschnee pro Kubikmeter 30 bis 50kg schwer ist, wiegt feuchtnasser Altschnee bis zu zehn Mal so viel. Durch die enorme Last können Dachkonstruktionen eingedrückt werden. Schäden können auch verspätet auftreten, zum Beispiel wenn es einige Tage nach intensiven Schneefällen in die Schneedecke hineinregnet.
Vorsicht bei Räumung von Schnee und Eis auf Dächern
Im Zweifelsfalle sollten Dächer, Terrassen, Pergolen etc. von den Schneelasten oder Eiszapfen befreit werden. Dies gilt auch für Photovoltaikanlagen, wenn die Gefahr besteht, dass die Unterkonstruktionen der Module sich verformen und das Dach beschädigt werden könnte.
Versichern Sie sich
Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung, um sicherzustellen, dass Sie für Schäden genügend gedeckt sind. Hätten Schäden durch zumutbare Massnahmen verhindert werden können, ist eine Deckung eher fraglich.
Quelle: hausinfo.ch